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Tipps & Tricks

Die optimale Pflege von Kugellagern

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Die optimale Pflege von Kugellagern

Leider passiert es ab und an, das wir unserem 1:5/1:6er RC-Car eine feuchte, oder bei den Offroadern sogar eine matschige Strecke zumuten. :-( Aber Spaß macht´s auch dann! Wenn mal nur nicht die Technik so darunter leiden würde! Insbesondere die Kugellager nehmen uns das übel. Darum ist nach so einer Ausfahrt die Lagerpflege besonders wichtig. Nach dem Ausbau der Lager wäre folgende Vorgehensweise optimal:

1. Lager öffnen...


Es gibt drei gängige Arten, wie Lager verschlossen sind:

  • Variante 1: Mit Metalldeckeln mit Federring.
  • Variante 2: Mit gummierten Metallringen.
  • Variante 3: Mit eingepressten Metalldeckeln.


...oder eine Kombination aus den Dreien...



Man muss jetzt, je nach Verschlussart, die Deckel abbekommen. Das geht folgendermaßen:

Variante 1:
Federring unter dem Außenring des Lagers mit einer spitzen Nadel herausfummeln, darauf achten, wo das Teil hinfliegt, um es wiederfinden zu können ;-) Der Lagerdeckel lässt sich dann einfach mit der Nadel abnehmen.



Variante 2:
Den Deckel einfach mit einer Nadel vom Lager-Innenring her vorsichtig heraushebeln.

Variante 3:
Einen der Deckel (und wirklich nur einen!) mit einem kleinen Schraubendreher und dosierter Gewalt heraushebeln. Der Deckel sollte dabei unbeschädigt bleiben, deshalb etwas Vorsicht walten lassen!

Jetzt hat man geöffnete Lager, deren dreckiges Innenleben einen anlacht... ;-)



2. Lager reinigen...


Lager sind standardmäßig meist gefettet, die Fett-Dreck-Emulsion muss jetzt komplett aus dem Lager gewaschen werden. Den folgenden Absatz muss man nur durchgehen, wenn die Lager wirklich gefettet und nicht geölt sind!

Als Lösungsmittel empfiehlt sich Bremsenreiniger (Nr. y0042). Man weicht die Lager in einem verschlossenen Glas (z.B. einem leeren Marmeladenglas) ein, schüttelt immer mal wieder kräftig und schaut hin und wieder nach, ob das Fett jetzt wirklich entfernt ist. Das Lösungsmittel dann und wann zu erneuern ist keine schlechte Idee!

Drehen sich die Lager gar nicht mehr, muss man härtere Mittel anwenden. Meist sind die Lager derart verdreckt oder gar angerostet, das man wirklich die chemische Keule benötigt: WD40 (Nr. y0749/01). Man legt die Lager für einige Zeit in reichlich WD40 ein und dreht sie dann einzeln, bis sie sich wieder leichter drehen. Jetzt ganz normal fortfahren...

War vorher Öl im Lager und sind die Lager noch nicht fest (durch Dreck oder Rost), kann man gleich hier weitermachen: Das Öl und den Schmutz bekommt man leicht aus dem Lager, indem man dieses kurz in heißes Wasser mit Spülmittel oder Neutralreiniger legt, etwas schüttelt und dreht bis sich die Lager ohne auffällige Geräusche drehen. Dann werden die Lager mit sauberem Wasser ausgespült und möglichst schnell getrocknet. Das passiert am besten im Ofen auf niedrigster Stufe oder mit einem Fön.

Jetzt hat man im Idealfall frisch glänzende Lager vor sich liegen...

3. Lager neu schmieren...


Jetzt werden die Lager frisch gefettet oder geölt. Hier heißt es: Viel hilft NICHT viel! Einige Tropfen Dry-Fluid Extreme (Nr. y0781) pro Lager bewirken regelrechte Wunder! Jetzt dreht man die Lager ein wenig, bis sich das Dry-Fluid gleichmäßig verteilt hat.

Zu diesem "Wundermittel" Dry-Fluid Extreme
Wir hätten auch nicht gedacht, dass es heutzutage in Sachen Schmier- bzw. Gleitmittel noch etwas wirklich Innovatives geben kann. Probieren Sie es einfach aus!

4. Lager wieder verschließen und einbauen...


Nun müssen die Lager wieder verschlossen werden. Nummerierung wie oben:

Variante 1:
Lagerdeckel auf das Lager legen und den Federring mit einer Stecknadel unter den Lagerrand fummeln.

Variante 2:
Einfach den Deckel auflegen und etwas andrücken, er springt dann von selbst in die Nut.

Nach dieser Dry-Fluid-Kur werden Sie Ihre Bremse mehr Fordern! ;-)

Hier finden Sie die Besten: http://rc-car-online.de/shop/de/243-bremse.html

Wir bedanken uns bei Herrn Michael Sautter, dessen Text wir zum großen Teil übernommen haben.

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